Ich finde es richtig, den politischen Entscheidern hier den Spiegel vorzuhalten. Wer selbst nie 45 Beitragsjahre geleistet hat, sollte die Lebensleistung derjenigen respektieren, die oft seit ihrer Jugend gearbeitet und jahrzehntelang in die Rentenkasse eingezahlt haben.

Gerade deshalb wirkt die Forderung nach einer Abschaffung der Rente mit 63 - nach 45 Beitragsjahren - auf viele Menschen wenig überzeugend. Jüngere Generationen müssen gar nicht belastet werden.

Die eigentliche Frage lautet doch vielmehr: Warum soll ausgerechnet dort gekürzt werden?

Die Rentenkasse wurde über Jahre mit versicherungsfremden Leistungen belastet, während der Bundeshaushalt noch immer Hunderte Milliarden Euro für ideologisch geprägte Projekte ausgibt. Sparpotenzial ist vorhanden, wenn sich der Staat endlich wieder auf seine Kernaufgaben konzentriert.

Ilona Strunk
Die Stimme aus dem Pott