Während 2,936 Millionen Deutsche im Juni 2026 ohne Job dastehen, klingelt in der Chefetage der Bundesagentur für Arbeit (BA) die Kasse. Allein Andrea Nahles verdiente laut Berichten im Jahr 2024 rund 377.000 Euro – Spitzenreiterin unter den Spitzenreitern. Addiert man die Gesamtbezüge aller vier Vorstände der Bundesagentur, ergibt sich Berichten zufolge ein Gesamtbetrag von rund 1,2 Millionen Euro – nur für das Jahr 2024.

Zum Vergleich: Noch 2020 kam der gesamte vierköpfige BA-Vorstand laut offiziellem Geschäftsbericht auf 809.000 Euro. Im Jahre 2024 kam der Vorstand auf 1,2 Millionen Euro, ein Plus von fast 50 Prozent in vier Jahren – während die Zahl der Arbeitslosen im selben Zeitraum weiter gestiegen ist.

Brisant: Prämien steigen, Arbeitslosigkeit auch

Brisant: Die Bezüge des vierköpfigen Vorstands der Bundesagentur für Arbeit steigen seit Jahren – trotz steigender Arbeitslosenzahl. Die Fakten sprechen für sich: Im Jahresdurchschnitt 2024 waren 2.787.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 178.000 mehr als im Vorjahr. Im Juni 2026 lag die Zahl bei 2.936 Millionen, die Arbeitslosenquote bei 6,2 Prozent – höchster Stand seit fast zehn Jahren, wie es Anfang des Jahres hieß. Nürnberg feiert derweil offenbar eine "Gehaltserhöhung": Laut Regionalmedien wurde der Vorstand 2025 erneut nach oben angepasst – mitten in der Krise, mit einem Defizit von 0,61 Milliarden Euro im BA-Haushalt 2024.

Von der Juso-Chefin zur Versorgungsposten-Trägerin

Seit Nahles damals als SPD-Parteivorsitzende von den eigenen Genossen aus der Partei gekegelt wurde, ist es ruhig um die ehemalige Juso-Vorsitzende geworden. Legendär sind ihre Gesangseinlagen im Bundestag. Damals erwies man ihr aus SPD-Sicht die Resthre mit einem sicheren Versorgungsposten auf Steuerzahlerkosten als Chefin der Bundesagentur für Arbeit – politisch ungefährliches Terrain und wenig mediale Aufmerksamkeit. Nahles mutierte über die Jahre zur Büroklammer ohne nennenswerte Erfolge, zumindest wenn man den Maßstab anlegt, für den sie eigentlich bezahlt wird: die Vermittlung von Arbeitslosen in Jobs.

Steuerzahler finanzieren das Luxusleben der Arbeitslosenverwalter

Jeder soll den Gürtel enger schnallen, nur eben der Staat nicht. Die Gesamtbezüge umfassen feste Grundgehälter sowie Nebenleistungen und Prämien. Steuerzahler finanzieren damit ein Gehaltsniveau, das sich an der Besoldungsgruppe B11 orientiert, vergleichbar mit einem Staatssekretär, nur ohne dessen politische Verantwortung im Bundestag.

Die Bundesagentur für Arbeit mit Sitz in Nürnberg ist für den Arbeitsmarkt zuständig, und auch für die Vermittlung arbeitsloser Menschen. Nahles und ihre Kollegen scheinen mit der Aufgabe überfordert. Selbst die eigene Vorstandsvorsitzende räumte zuletzt ein: "Am Arbeitsmarkt ist kaum Veränderung zu sehen. Die Arbeitslosigkeit sinkt nur wenig." Kritische Fragen etablierter Medien nach eigener Verantwortung oder Verzicht auf einen Teil der Prämien werden nicht gestellt.