In einem Instagram-Video von Rapper Baran Kok sind Herbert Grönemeyer und Ikkimel zu sehen, auch der Slogan „Queer for Palestine" ist zu hören. Ob Grönemeyer davon wusste, ist offen.
Rapper Baran Kok hat auf Instagram ein Video veröffentlicht, in dem unter anderem Herbert Grönemeyer und die Rapperin Ikkimel zu sehen sind. In dem Clip ist auch der Slogan „Queer for Palestine" zu hören, wer ihn sagt, geht aus dem Video nicht eindeutig hervor. Grönemeyer wirbt darin für eine starke queere Szene in Deutschland. "Die queere Szene ist freiheitsbejahende Bewegung und die gefälligst zu leben und immer stärker zu werden", erklärt Grönemeyer in dem Video.

Hintergrund des Auftritts ist offenbar das Benefizkonzert „Fresse auf für queere Freiheit", das Kok nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD in der Columbiahalle organisiert hat und an dem Grönemeyer und Ikkimel beteiligt waren. Die TAZ berichtete über das Konzert.

Unklar ist, in welchem Verhältnis die Künstler zueinander stehen und ob Grönemeyer zum Zeitpunkt der Aufnahme wusste, was andere Beteiligte im Video sagen. Eigene Äußerungen von Grönemeyer oder Ikkimel zur Hamas oder zum 7. Oktober sind in dem Clip nicht zu hören.
Der Slogan „Queers for Palestine" ist hoch umstritten. Kritiker verweisen darauf, dass Homosexuelle im Gazastreifen verfolgt und getötet werden, und sehen darin einen unauflösbaren Widerspruch. Die Terrororganisation Hamas hatte am 7. Oktober 2023 bei ihrem Überfall auf Israel rund 1.200 Menschen getötet und mehr als 200 Geiseln verschleppt.