Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat Besseres zu tun. Verfahren, Abschiebung, Rückführung. Stattdessen liegt ein DIN-A1-Bogen im Warenkorb der Behörde: der Interkulturelle Kalender 2027. Oben das Amtssiegel, daneben „Vielfalt passt zu mir“. Unten die Farbenlehre: christlich, alevitisch, islamisch, buddhistisch, hinduistisch, jüdisch, sikh, jesidisch. Ramadan, Diwali, Holi, Vesak. Kostenlos bestellen. Die Kosten für den Vielfaltskalender tragen deutsche Steuerzahler.

Der Termin ist kein Zufall. Das BAMF schreibt, der Kalender erscheine „wie gewohnt“ zum Start der Interkulturellen Woche. Die ist keine Bundesaufgabe. Sie gehört den Kirchen: Evangelische Kirche, Deutsche Bischofskonferenz, Griechisch-Orthodoxe Metropolie, organisiert vom Vorbereitungsgremium in Frankfurt. Motto 2026: „Dafür!“. 27. September bis 4. Oktober. Über 760 Städte, über 6.000 Veranstaltungen. So wirbt die Seite selbst.
Dort steht auch der Satz: „Diese breite Vernetzung ist unser Schutzschild gegen Ausgrenzung und völkischen Nationalismus.“ Kirchen, Sportvereine, migrantische Selbstorganisationen. Ein Bündnis mit Feindbild. Das BAMF mitten im Netzwerk linksgrüner NGOs.

Warum Vielfaltskalender zum Auftrag einer nachgeordneten Behörde des Innenministeriums gehören sollen ist unerklärlich. Die Kosten trägt der Steuerzahler.