Nach jedem islamistischen Terroranschlag heißt es oft: „Das war ein Einzelfall. “Doch stimmt das? Eine aktuelle Untersuchung des Kriminologen Dr. Simon Cottee hat jihadistische Terroranschläge und Anschlagspläne in Europa zwischen 2015 und 2025 ausgewertet. Das Ergebnis sollte jeden Politiker aufhorchen lassen.
45 Prozent aller jihadistischen Terrorplots in Europa hatten einen Migrationsbezug.
Insgesamt wurden 100 Anschlagspläne mit 137 Tätern erfasst. Wo Anschläge ausgeführt wurden, starben 279 Menschen, weitere 1.192 wurden verletzt.
Deutschland war das am häufigsten betroffene Zielland.
Die meisten Täter kamen aus Ländern wie Syrien, Irak, Marokko oder Tunesien. Ein Teil war als Asylbewerber eingereist, andere besaßen bereits einen Schutzstatus oder hielten sich legal in Europa auf.
Sie zeigen aber sehr deutlich, dass Migration auch eine Sicherheitsdimension hat. Genau deshalb reicht es nicht aus, ausschließlich über Humanität und Integration zu sprechen. Ein Staat muss ebenso ehrlich darüber diskutieren, wie terroristische Gefährder an der Einreise gehindert, identifiziert oder konsequent abgeschoben werden können.
Wer diese Debatte verweigert, löst kein Problem. Er verschiebt es lediglich – bis zum nächsten Anschlag.
Die erste Aufgabe eines Staates ist es, seine Bürger zu schützen.
Denn Sicherheit ist kein Randthema.
Sie ist die Grundlage von Freiheit.
Ilona Strunk
Die Stimme aus dem Pott
Quellenhinweis:
Grundlage dieses Artikels ist die Studie „Europe's Jihadi Migrants: Mapping Migrant Involvement in Jihadi Terrorism in Europe (2015 - 2025)“ des Kriminologen Dr. Simon Cottee. Ergänzend wurden veröffentlichte Erkenntnisse und Lagebilder europäischer Sicherheitsbehörden berücksichtigt.
Die Studie dokumentiert jihadistische Terroranschläge und Anschlagspläne in Europa im Zeitraum von Mai 2015 bis Mai 2025 und analysiert deren Zusammenhang mit Migration anhand eines eigens erstellten Datensatzes.
