Irre Moskau-Szene zwischen Trump und Selenskyj, Macron und die Kuss-Attacke sowie die „Islamistische Republik Japan“ verstörten nicht nur das illustre Publikum auf dem NATO-Gipfel in Ankara. Die Welt lacht über skurrile Szenen.

Irre Szene zwischen Trump und Selenskyj

Eine besonders bizarre Szene spielte sich zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ab. Auf die Frage, ob er nach Moskau reisen würde, antwortete Selenskyj: „Das ist schwierig. Dort gibt es viele ukrainische Drohnen. Es ist gefährlich.“ US-Präsident Trump spürte die Anspannung im Raum sofort und wechselte schnell das Thema.

Macron und die Kuss-Attacke


Der französische Präsident Macron erschien mit polarisierter Sonnenbrille eines französischen Luxusbrillenherstellers. Zu Beginn des Gipfels sorgte der französische Präsident Emmanuel Macron beim Begrüßen von Erdogans Gattin für einen peinlichen Eklat. Emine Erdogan lebt nach muslimischen Regeln – wenig Körperkontakt, immer hochgeschlossene Kostüme und drei Schritte hinter ihrem Ehemann. Macron schien das wenig zu interessieren: Er griff die Hand der türkischen First Lady für einen Handkuss. Deutlich auf Bildern zu erkennen ist, wie Emine Erdogan ihren Unterarm anspannt, ihn zu sich zieht und damit die Knutsch-Attacke abwehrt. Im Hintergrund rannte bereits Sicherheitspersonal heran. Die Situation klärte sich schnell auf. Es bleibt ein peinlich berührtes Geschmäckle.

„Islamistische Republik Japan“


Seit Monaten wird über den Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump spekuliert. Die Gerüchteküche läuft auf Hochtouren. In Ankara sprach Trump nun von der „Islamistischen Republik Japan“, die einen Flugzeugträger zerstört habe. Trump meinte wohl die Islamische Republik Iran. Fauxpas! Japan fährt einen knallharten Anti-Islam-Kurs – die Äußerung dürfte bei Sanae Takaichi für Stirnrunzeln gesorgt haben. Journalisten reagierten ungläubig auf Trumps Aussage.

Mark Rutte mit Fauxpas der Kategorie Extrapeinlich


Mark Rutte steht seit Monaten wegen seiner Nähe zu Donald Trump in der Kritik – zu opportunistisch, zu glatt, zu devot. In Ankara wurde Rutte auf einer Pressekonferenz von einem dänischen Journalisten gefragt, ob er „noch mit Selbstrespekt in den Spiegel schauen“ könne. Unruhige Stimmung unter den Journalisten. Rutte flüchtete sich in eine Ausredenflut: Niemand habe „mehr für die NATO getan“ als Donald Trump.

Für einen weiteren Fauxpas der Extraklasse sorgte Rutte beim gemeinsamen Foto der Regierungsvertreter. Er stand neben US-Präsident Trump und wollte ihn auf die weißen Sneaker des albanischen Präsidenten hinweisen. Trump ignorierte Rutte komplett, schaute in die Kameras und ließ Rutte peinlich berührt stehen. Erinnerungen an Szenen im Weißen Haus wurden wach, als Trump Angela Merkel den gemeinsamen Handschlag vor versammelten Journalisten verweigerte.

Glamour-Auftritt von Meloni


Nur Giorgia Meloni lieferte dem Polit-Boulevard glamouröse Szenen. Die italienische Regierungschefin traf mit Verspätung in Ankara ein und verzauberte die Journalistengarde. Zuletzt hatte sich Meloni mit Trump einen Fernkampf um gemeinsame Pressefotos geliefert.

Der Gipfel in Ankara bleibt vor allem eines: eine politische Freakshow.