Die Linke Pankow hat ihre Kandidatin für die Abgeordnetenhauswahl im September vorgestellt: Gloria Viagra. "Mit Mut, Verständnis, Engagement und einer Portion Glitter setze ich mich für Sie ein", wirbt Gloria Viagra auf der offiziellen Seite des Bezirksverbands um Stimmen im Winsviertel, Mendelsohnviertel, Thälmannpark, Teutoburger Platz und an der Kastanienallee. Nach eigener Aussage ist Gloria Viagra fast 60 Jahre alt, in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen – und ein Mann.

Auf dem Wahlzettel wird trotzdem "Gloria Viagra" stehen, nicht der bürgerliche Name. Für die Linke offenbar kein Widerspruch: Fiktion und Realität, Mann und Frau – die Partei sieht darin keinen Unterschied mehr, den es politisch zu benennen gäbe. Die Kandidatur wird stattdessen als Beitrag zur "Vielfalt" der Stadt verkauft.

Der Mann hinter Gloria Viagra ist seit 2003 international als Entertainer und DJ auf Bühnen der Klub- und Kulturszene unterwegs. Politische Erfahrung im Parlamentsbetrieb hat er keine – bewirbt sich aber direkt für ein Abgeordnetenmandat. Außerhalb der Berliner Drag- und Kulturszene kennt ihn kaum jemand.

Kulturbranche fest in linker Hand

Die Kulturbranche in Berlin und anderen Großstädten ist seit Jahren fest in der Hand der Linken – "Kulturschaffende" ist mittlerweile für viele zum Reizwort geworden. Welche der Kompetenzen aus dem Repertoire einer Drag-Queen – Spagat, Kostüm, Stimmimitation – für die Arbeit im Abgeordnetenhaus relevant sein sollen, bleibt offen.

Der Eindruck verfestigt sich: Die Linke setzt bei ihrer Kandidatenauswahl zunehmend auf Zersetzung statt auf parlamentarische Substanz. Hinter der Glitzerfassade lauert der Linksfaschismus: Linke und Gründe fordern die Abschaffung der biologischen Frau durch eine Neufassung von Art. 3 Abs. 2 Grundgesetz.

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