In vier Wochen wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Bis dahin bleibt genügend Zeit für schmutzige Wäsche, politische Überraschungen und einen Wahlkampf, der noch einmal alles verändern kann. Doch die Ausgangslage ist für die etablierten Parteien schon jetzt dramatisch.
Nach der aktuellen INSA-Umfrage für BILD kommt die AfD auf 42 Prozent und legt gegenüber der vorherigen Befragung noch einmal einen Punkt zu. Damit würde sie ihr bereits außergewöhnlich hohes Umfrageniveau bestätigen und das Ergebnis der Landtagswahl 2021 von 20,8 Prozent mehr als verdoppeln.

CDU verliert den Anschluss
Ganz anders die CDU. Die Christdemokraten verlieren zwei Punkte und landen nur noch bei 22 Prozent. Gegenüber ihrem Wahlergebnis von 2021 mit 37,1 Prozent wäre das ein Absturz um mehr als 15 Prozentpunkte. Der Abstand zur AfD beträgt inzwischen gewaltige 20 Punkte.
Damit zeichnet sich in Sachsen-Anhalt ein politischer Machtwechsel ab, zumindest nach Stimmenanteilen. Selbst wenn die übrigen Parteien eine Regierungsbildung gegen die AfD anstreben, würde eine Partei mit mehr als 40 Prozent den neuen Landtag dominieren.
Die Linke erreicht 13 Prozent und verliert einen Punkt. Die SPD kann leicht zulegen, bleibt mit 6 Prozent aber weit von früheren Ergebnissen entfernt. Grüne und FDP liegen mit jeweils 4 Prozent unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde und müssten derzeit um den Einzug in den Landtag bangen.
BSW bei fünf Prozent
Das Bündnis Sahra Wagenknecht legt einen Punkt zu und erreicht 5 Prozent. Damit würde das BSW knapp in den Landtag einziehen. Gerade diese fünf Prozent könnten für mögliche Mehrheiten nach der Wahl entscheidend werden.
Für CDU, SPD, Grüne und FDP zeigt die Umfrage dagegen vor allem eines: Die politische Mitte verliert in Sachsen-Anhalt weiter an Boden. Vier Wochen bleiben, um den Trend noch zu drehen.
Doch derzeit kennt die Umfrage nur einen klaren Gewinner: die AfD.