2025 wurden in Deutschland 106.000 offizielle Abtreibungen gemeldet.Im europäischen Vergleich ist die Geburtenrate in Deutschland niedrig wie sonst nirgends. Geburten sind auch eine wirtschaftliche Frage: Demographischer Wandel und ein bankrotter Sozialstaat. Die Geburtenrate wird in Zukunft für Deutschland zur Überlebensfrage.

Abtreibungen unter niedrigschwelligen Bedingungen

Tatsächlich werden Abtreibungen entgegen gesetzlicher Grundlage oft unter niedrigschwelligen Bedingungen durchgeführt – Beratungsgespräche sind oft nicht mehr als ein kurzes Ausfüllen von Formularen in Anwesenheit eines Arztes. Das ungeborene Leben ist mehr als ein Formular und im Gegensatz zur Auffassung von Frau Brosius-Gersdorf kein disponibles (abwägungsfähiges) Rechtsgut.

In Medien wird der Akt der Abtreibung oft romantisiert bis verklärt, doch oft führen die Erlebnisse zu Traumatisierung und nagen am Urkern der Gesellschaft: Familie, Kinder und nachkommende Generationen. Deutschland steht vor dem ernstlichen Problem, dass die Falschen in unserem Land Kinder bekommen. Es sind oft ausländisch-migrantisch geprägte Familien aus patriarchalen Agrarkulturen. Ihnen dienen Kinder als sichere Altersvorsorge und in Deutschland als bequeme Einkommensquelle bei der zuständigen Familienkasse. Diese Parallelgesellschaft (die schon Mehrheiten in Teilen Deutschlands) abbildet, hat kein Geburtendefizit. Die Folgen von Geburtenüberschuss- und Defizit unterschiedlicher Strukturen in Deutschland lassen sich schon jetzt in Neukölln, Duisburg und anderen Großstädten ablesen.

Die unantastbare Würde des Menschen

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Gefährlich wird es, wenn es an den Wesenskern unseres Grundgesetzes geht. Die linksgrüne Aktivistin Frau Brosius-Gersdorf vertritt die Auffassung, der Schutz des ungeborenen Lebens und damit das Recht auf Würde sei abhängig von der Schwangerschaftswoche. Für Brosius-Gersdorf sei das eine Art des Interessenausgleichs widersprechender Interessen zwischen der Mutter und dem ungeborenen Kind – eine Abwägung zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der Frau gemäß Art. 2 Abs. 1 GG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG und dem Schutz ungeborenen Lebens gemäß Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 Abs. 2 GG. Der staatliche Schutzauftrag wird von Brosius-Gersdorf nicht einmal erwähnt.

Brosius-Gersdorf öffnet mit der „intertemporalen Abhängigkeit der Menschenwürde“ ein gefährliches Kapitel, denn konsequenterweise müsste der Schutz der Menschenwürde dann auch im Erwachsenenalter abhängig vom Alter sein. Bedeutet das, dass Menschen über 80 Jahre und ungeborenes Leben unter zwei Monaten in der Grundrechtsabwägung zurücktreten und kein Grundrecht auf Menschenwürde haben? Absurd! Die Würde des Menschen ist unantastbar. Zwei Punkte sind damals untergegangen: Brosius-Gersdorf stellt sich mit ihren Ausführungen gegen die ständige Rechtsprechung, die den Schutz ungeborenen Lebens im Grundsatz anerkennt. Und es waren zweitens Unionsabgeordnete, die die designierte Bundesverfassungsrichterin bis zum Aufstand der eigenen Wähler unterstützten.

Männer in der Abtreibungsdebatte – ausgeschlossen?

Spannend ist auch das Demokratieverständnis der vermeintlichen Frauenrechtlerinnen. Männer (die Teil des Befruchtungsprozesses sind) werden strukturell von der Abtreibungsdebatte ausgeschlossen: Argument: „Ihr dürft nicht mitreden, weil ihr keine Vagina habt.“ Was für eine unglückliche Verkennung des demokratischen Urgedankens, in dem es gerade darum geht, dass Nicht-Betroffene am Schicksal von Betroffenen teilhaben.

Wenn einzelne Gruppen ganze Debatten zum Privateigentum erklären, hat das nichts mehr mit Freiheit zu tun. Befindlichkeiten hindern eine Demokratie an der freien Debatte. Männer in der Rolle des Anderen, eben keine Frauen, erfüllen auch eine Korrektivfunktion. Es geht darum, als Betrachter aus einem objektiven Empfängerhorizont Umstände und Tatsachen anzubringen, die bisher untergingen.

Nach Berichten der Jungen Freiheit wurden in den letzten Jahren mehr als 6 Millionen ungeborene Leben getötet. Für mich ist es in der Zielsetzung, Mittelwahl und Wirkung am Ende eine Tötung. Potenzielles Leben wird ausgelöscht. Wer sind wir? Wir sind nicht Gott.

Demokratische Teilhabe an Diskursen ist nicht abhängig von Penis oder Vagina: Ich habe als Mann das Recht, gegen Abtreibungen zu sein!