Alice Weidel, Markus Söder, Cem Özdemir und zahlreiche weitere Politiker äußern sich zum plötzlichen Tod des Freie-Wähler-Chefs. Die Anteilnahme reicht über Parteigrenzen hinweg.

VOLKSMUT Redaktion | 5. November 2026

Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger erschüttert die deutsche Politik. Nachdem Bayerns stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister am Mittwochabend im Alter von 55 Jahren tot in einem Berliner Hotelzimmer aufgefunden worden war, meldeten sich zahlreiche Politiker zu Wort. Von Alice Weidel über Markus Söder bis zu Vertretern von Grünen, CDU und FDP: Die Botschaften eint die Anteilnahme für die Angehörigen des verstorbenen Freie-Wähler-Chefs.

Auch AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel reagierte auf die Todesnachricht. „Eine sehr traurige Nachricht: Der stellvertretende Ministerpräsident Bayerns und Bundesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, verstarb heute in Berlin“, schrieb sie. Ihre Gedanken seien in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen und Freunden Aiwangers. Die Beileidsbekundung veröffentlichte sie auf Instagram.

Besonders betroffen zeigte sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der seit Jahren gemeinsam mit Aiwanger regierte. Auf X schrieb er: „Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger ist eine absolute Tragödie. Wir sind alle zutiefst geschockt.“ Seine Gedanken seien zuerst bei Aiwangers Familie und seinen Kindern. „Wir trauern mit ihnen und beten für sie“, erklärte Söder.

Auch aus der politischen Opposition kamen persönliche Worte. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) bezeichnete Aiwanger als streitbaren Politiker mit Ecken und Kanten, der für seine Überzeugungen gekämpft habe. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) würdigte ebenfalls dessen politische Verbundenheit mit seiner bayerischen Heimat. Wolfgang Kubicki (FDP) hob Aiwangers unkonventionelle und volksnahe Art hervor. Seine Stimme und Persönlichkeit würden in der deutschen Politik fehlen.

In Bayern ist die Bestürzung besonders groß. Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) sprach von einem schweren Verlust für den Bayerischen Landtag und die gesamte Politik im Freistaat. Auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze und Vertreter der AfD im bayerischen Landtag bekundeten ihr Mitgefühl. Der stellvertretende Landesvorsitzende der Freien Wähler, Armin Kroder, kündigte an, die politische Arbeit im Sinne Aiwangers fortzuführen. Fraktionschef Florian Streibl brachte den Einschnitt mit einem Satz auf den Punkt: „Bayern wird ohne ihn ein anderes sein.“

Aiwanger hatte die Freien Wähler über viele Jahre geprägt. Seit 2006 führte er den Landesverband, seit 2018 war er bayerischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident. Sein politischer Stil war nicht selten umstritten, seine Positionen sorgten regelmäßig für Debatten. Doch angesichts seines plötzlichen Todes rücken die politischen Differenzen vorerst in den Hintergrund. Zurück bleiben eine erschütterte politische Landschaft und eine Familie, deren Verlust weit über die Parteipolitik hinausgeht.