Als David mich fragte, ob ich für VOLKSMUT schreiben möchte, musste ich erst einmal lachen. Meine erste Reaktion?

„Was willst du denn jetzt noch alles mit der Omma anstellen?“

Tja … und nun hat er den Salat.

Einige kennen mich vielleicht schon aus den Lives oder den Spaces auf X mit David „DavidGegenGoliath“. Dort habe ich oft meine Gedanken zu politischen und gesellschaftlichen Themen geteilt. Irgendwann wurde klar: Manche Themen lassen sich in einem Live, einem Space oder in einem Beitrag auf X einfach nicht ausführlich genug erklären.

Ich bin Ilona Strunk. Keine Journalistin. Keine Politikerin. Einfach eine Frau aus dem Ruhrgebiet. Dort bin ich groß geworden.

Dort wurde nicht lange geredet - dort zählte das gesprochene Wort. Und wenn ein Versprechen gegeben wurde, dann war Verlass darauf.

Ich habe erlebt, wie nicht nur Zechen geschlossen wurden. Mit der Zeit verschwanden Arbeitsplätze, kleine Geschäfte, Kneipen und vieles von dem, was unsere Stadtteile lebendig gemacht hat. Gleichzeitig wurden den Menschen immer wieder neue Perspektiven und eine bessere Zukunft versprochen. Manches ist gelungen, vieles eben nicht. Vielleicht hinterfrage ich politische Versprechen deshalb lieber einmal mehr als einmal zu wenig.

Wenn mir etwas nicht ganz koscher erscheint, dann schaue ich genauer hin. Ich suche nach Hintergründen, vergleiche Informationen und versuche herauszufinden, was wirklich dran ist. Nicht, weil ich allem misstraue, sondern weil ich finde, dass Fragen zu einer Demokratie dazugehören. Und unterschiedliche Meinungen? Die muss man aushalten. Das gehört zum Leben und macht es doch erst spannend.

Genau darüber werde ich bei VOLKSMUT schreiben. Über Themen, die mich beschäftigen, über Entwicklungen, die ich kritisch sehe, über Fragen, die aus meiner Sicht gestellt werden müssen - und manchmal auch mit einem Augenzwinkern.

Wenn ihr meine Beiträge lest, müsst ihr nicht mit allem einverstanden sein. Wenn sie euch zum Nachdenken anregen oder euch den einen oder anderen neuen Gedanken mit auf den Weg geben, dann hat sich das Schreiben für mich schon gelohnt.

Zum Schluss möchte ich einfach Danke sagen.

Danke, David, dass du mir bei VOLKSMUT die Möglichkeit gibst, meine Gedanken aufzuschreiben und mit den Lesern zu teilen.

Manchmal braucht es jemanden, der mehr in einem sieht, als man selbst.

Ich glaube, genau das hast du bei mir getan.

Ohne dein Vertrauen würde ich diese Zeilen heute wahrscheinlich gar nicht schreiben. Dafür bin ich dir von Herzen dankbar.

Ach ja … und falls ihr beim Lesen denkt:

„Die Frau nimmt aber kein Blatt vor den Mund.“

Stimmt.

Hat im Ruhrgebiet auch noch nie jemand verlangt.

Ilona Strunk
Die Stimme aus dem Pott