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# Wutbürger? Nein! Angst haben die Anderen!
- URL: https://www.volksmut.de/wutburger-nein-angst-haben-die-anderen/
- Published: 2026-09-09T04:33:32.000Z
- Updated: 2026-09-09T13:01:27.000Z
- Description: Viel wird dieser Tage über die Angst der Wähler geschrieben. Noch ausdauernder wurde über ihre vermeintliche Wut geschimpft. Schon 2010 machte ein SPIEGEL-Essay den „Wutbürger“ zum linken Kampfbegriff.
- Author: David Brough
- Tags: MEINUNG, KULTURKAMPF, #dropcap

Viel wird dieser Tage über die Angst der Wähler geschrieben. Noch ausdauernder wurde über ihre vermeintliche Wut geschimpft. Schon 2010 machte ein SPIEGEL-Essay den „Wutbürger“ zum linken Kampfbegriff. Darin steckt eine bequeme Herablassung: Wer widerspricht, hat offenbar weniger ein Anliegen als ein Temperamentproblem. Über seine Gefühlslage lässt sich dann trefflich diskutieren, ohne seine Argumente ernst nehmen zu müssen.

> Etablierte Medien und Linksgrüne skizzieren das Bild einer von Angst geplagten Massen,   
> die durch deutsche Straßen vagabundiert und Gejagte der eigenen Angst sei. Nein! Unser Antrieb ist die Liebe zum deutschen Vaterland.

Die Liebe für Deutschland ist kein Beweis für Hass auf andere. Wer bewahren möchte, was ihm Heimat bedeutet, handelt nicht zwangsläufig aus Feindseligkeit. Ihn können Verbundenheit, Verantwortung und die Sehnsucht nach etwas antreiben, das ihm längst verloren gegangen ist. Deutschland. Wer das verstehen will, braucht ein Mindestmaß an Herzensbildung und Zugewandtheit gegenüber den Menschen, deren Lebensgefühl sich nicht in Wirtschaftsstatistiken erschöpft. Heimat ist keine peinliche Verirrung, die man den Bürgern mit genügend Belehrung austreiben könnte.

> Vaterlandsliebe und Patriotismus sind keine Verbrechen. Im Gegenteil: Es ist unser Recht! 

Vielleicht liegt die entscheidende Angst deshalb längst auf der anderen Seite: bei jenen, die erleben, dass ihre Deutungen nicht mehr überzeugen und ihre moralischen Ermahnungen keine Mehrheiten mehr sichern. Wer sich daran gewöhnt hat, die Grenzen des politisch Anständigen festzulegen, empfindet den Verlust dieser Macht schnell als Bedrohung der gesamten Ordnung.

Besonders deutlich wird das dort, wo nach einer Wahlniederlage vor allem über das Verbot des erfolgreichen Gegners gesprochen wird. Ein Parteiverbot braucht eine tragfähige verfassungsrechtliche Grundlage; politische Ratlosigkeit kann sie nicht ersetzen. Wer die Verbotsdebatte zur Antwort auf verlorenes Vertrauen macht, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dem politischen Wettbewerb ausweichen zu wollen.

Die Bürger schulden keiner Partei den Machterhalt. Und sie müssen ihre Liebe zum eigenen Land nicht vor denen rechtfertigen, die darin zuerst etwas Verdächtiges sehen. Wer jede Regung von Vaterlandsliebe als Ressentiment abtut, verrät vor allem, wie fremd ihm die Menschen geworden sind, die er überzeugen will.

> Angst haben die Anderen, die sich nicht anders zu helfen wissen als mit politischem Trickbetrug eines Parteiverbots.