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# Alex Karp (Palantir-CEO) rechnet ab: Die AfD ist das Versagen der anderen! „Die Deutschen haben geschrien und wurden von den etablierten Parteien ignoriert.“
- URL: https://www.volksmut.de/palantir-boss-rechnet-ab-afd-erfolg-ist-nicht-afd-verdienst-es-ist-euer-versagen/
- Published: 2026-07-14T01:27:52.000Z
- Updated: 2026-07-14T01:42:39.000Z
- Description: In einem gestern veröffentlichten Interview bei Axel Springer äußert sich Alex Karp zu einem tieferen Verständnis, warum deutsche Wähler die AfD wählen.
- Author: David Brough
- Tags: REPUBLIK

Nach Auffassung von Karp seien die hohen Umfragewerte der AfD keine Leistung der Alternative für Deutschland, sondern auf die Unwilligkeit etablierter Parteien zurückzuführen.

Karp äußerte sich im Podcast „MD MEETS" von Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner. Wörtlich sagte der Palantir-CEO, der Aufstieg der AfD sei „absolut vorhersehbar" gewesen, und machte dafür vor allem die Migrationspolitik verantwortlich. Sein Punkt: **Migranten seien über Jahre „ohne die Zustimmung der deutschen Bevölkerung" ins Land gekommen, ohne dass es je eine „ehrliche Diskussion über die Folgen" gegeben habe.** Für Karp ist das der eigentliche Kern der Sache – nicht die AfD als Partei, sondern das jahrelange Schweigen der anderen über das, was im Land tatsächlich passiert.

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Interview mit Alex Karp (CEO, Palantir) aus dem Podcast: MD MEET vom 13\. Juli 2026

Karp wird dabei nicht müde zu betonen, dass er selbst die AfD nicht wählen würde und stört sich vor allem an der aus seiner Sicht russlandfreundlichen Haltung der Partei. Döpfner wiederum verortet den Aufstieg der AfD vor allem in einer **„schwachen Führung in der Mitte des politischen Spektrums"**. Bemerkenswert ist: Bei aller Kritik an der AfD selbst sind sich beide einig, dass ihr Erfolg hausgemacht ist – ein Symptom, keine Ursache.

**Karp bemängelte zudem offen die deutsche Debattenkultur.** In Europa, vor allem aber in Deutschland, gebe es eine „unerträglich schwierige und schmerzhafte Unfähigkeit", über offensichtliche Tatsachen zu sprechen – während der durchschnittliche Mensch auf der Straße mit genau diesen Tatsachen leben müsse. Genauer hätte man die Kluft zwischen classe politique und Bevölkerung kaum auf den Punkt bringen können.

Die Beobachtungen von Karp decken sich mit aktuellen Umfragen zur Kompetenzverteilung politischer Parteien. Hiernach traut die Mehrheit der Wähler etablierten Parteien – insbesondere von CDU und SPD – keinen fundamentalen Politikwechsel in der Migrationsfrage zu. Und diese Skepsis kommt nicht von ungefähr.

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Tatsächlich hieß es von Friedrich Merz vor Einzug ins Kanzleramt „Links ist vorbei" – ausgerufen als Schlachtruf vor jubelnden Anhängern am Wahlabend, verbunden mit dem Versprechen, künftig Politik für die Mehrheit der Bevölkerung zu machen statt für „linke und grüne Spinner". Die Botschaft war eindeutig: Migrationswende, kein Weiter-so. Wenige Monate später wirft ausgerechnet ein Wirtschaftsinstitut dem Kanzler vor, mit seiner Rhetorik zu polarisieren – während in der Substanz von der versprochenen Wende wenig zu spüren ist. Aus „Links ist vorbei" wurde im politischen Alltag längst wieder Business as usual.

Es ist nur ein Beispiel der tatsächlichen und empfundenen Unwilligkeit der etablierten Parteien, wirklich zu liefern. Ihr Problem ist nicht die AfD. Ihr Problem sind nicht die Wähler. Ihr Problem ist, nicht über den eigenen Schatten zu springen und Befindlichkeiten außer Acht zu lassen.

Wenn selbst der Chef eines der wertvollsten Tech-Konzerne der Welt – ein Mann, der nach eigener Aussage die AfD niemals wählen würde – öffentlich einräumt, dass ihr Aufstieg „absolut vorhersehbar" war, dann ist das ein Armutszeugnis für alle anderen.