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# Millionen für den Anti-AfD-Kampf: Ostbeauftragte der Bundesregierung stärkt Amadeu-Stiftung
- URL: https://www.volksmut.de/millionen-fur-den-anti-afd-kampf-ostbeauftragte-der-bundesregierung-starkt-amadeu-stiftung/
- Published: 2026-11-06T07:59:26.000Z
- Updated: 2026-11-06T08:03:02.000Z
- Author: VOLKSMUT REDAKTION
- Tags: KULTURKAMPF, #dropcap, #toc

**Die linke Amadeu Antonio Stiftung will dauerhaft mehr staatliches Geld. Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser (SPD) stellt sich hinter die Forderung. Dabei erhielt die umstrittene NGO 2024 bereits mehr als 7,3 Millionen Euro aus öffentlichen Kassen und unterstützt ausdrücklich antifaschistische Projekte.**

Es ist ein bemerkenswerter Vorgang: Am 4\. November übergab die Amadeu Antonio Stiftung ihre Petition „Demokratie-Schutzschirm: Jetzt!“ an die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD). Rund 148.000 Unterschriften sollen den politischen Druck erhöhen. Die Forderung: mehr staatliche Unterstützung, langfristige Förderprogramme und zusätzliche Gelder für zivilgesellschaftliche Initiativen in Ostdeutschland. Kaiser zeigte sich empfänglich. „Ich nehme diese Unterschriften als Auftrag mit“, erklärte die SPD-Politikerin. Für eine verlässliche Förderung wolle sie sich „mit Nachdruck“ einsetzen.

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Was dabei leicht untergeht: Die Stiftung ist selbst eine millionenschwere Empfängerin öffentlicher Zuschüsse. Laut ihrem Jahresabschluss erhielt die Organisation 2024 insgesamt rund 7,35 Millionen Euro aus der öffentlichen Hand. Im Jahr zuvor waren es bereits rund 6,06 Millionen Euro. Die Zahlen umfassen öffentliche Zuschüsse insgesamt und nicht ausschließlich Bundesmittel. Eine institutionelle Förderung durch den Bund gibt es nach Angaben der Bundesregierung seit 2015 nicht mehr. Projektbezogene Förderungen sind davon allerdings zu unterscheiden.

## Antifaschistische Projekte und ein Netzwerk für Demonstrations-Sanitäter

Wofür die Stiftung steht, zeigt ein Blick in ihre eigene Förderübersicht. Dort findet sich unter anderem die antifaschistische Bildungs- und Begegnungsstätte Heideruh in Buchholz. Die Organisation veranstaltet politische Bildungsangebote, beschäftigt sich mit rechtsextremen Netzwerken und organisiert Veranstaltungen zur antifaschistischen Erinnerungsarbeit.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Stiftung Projekte mit explizit antifaschistischem Schwerpunkt. Gemeinsam mit dem Bund Deutscher PfadfinderInnen soll dort ein landesweites Netzwerk von Demonstrations-Sanitätern aufgebaut werden. Die Beteiligten sollen professionell geschult und mit notwendiger Ausrüstung ausgestattet werden. Das Projekt richtet sich ausdrücklich an Menschen, die sich für Demokratie, Antifaschismus und queere Rechte engagieren.

Die Stiftung macht auch politisch keinen Hehl aus ihrer Positionierung. Im Mai 2025 forderte sie, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk gegenüber der AfD nicht länger neutral bleiben dürfe. Zudem bezeichnete sie die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens als „mehr als überfällig“. Ihr Vorstand Timo Reinfrank verlangte darüber hinaus, die AfD zunächst für sechs Jahre von der staatlichen Parteienfinanzierung auszuschließen.

## Wer kontrolliert die Millionen?

Die politische Nähe zwischen einer staatlichen Förderstruktur und Organisationen, die selbst offensiv in gesellschaftspolitische Debatten eingreifen, wirft Fragen auf. Die Amadeu Antonio Stiftung versteht ihre Arbeit als Einsatz für Demokratie und gegen Rechtsextremismus. Kritiker sehen dagegen eine politische Schlagseite und bemängeln, dass staatliche Mittel damit mittelbar auch einer bestimmten gesellschaftspolitischen Agenda zugutekommen.

Im Bundestag wurde die Finanzierung bereits zum Thema. Im November 2025 brachte die AfD einen Antrag ein, der die staatliche Finanzierung der Stiftung beenden und die bisherige Mittelverwendung unabhängig prüfen lassen sollte. Eine solche Forderung ist bislang nicht mit einer amtlichen Feststellung gleichzusetzen, dass die Stiftung extremistisch sei. Auch ist durch die genannten Förderprojekte keine Finanzierung gewaltbereiter Antifa-Gruppen belegt.

Nun steht die Ostbeauftragte hinter der Forderung nach einer langfristig abgesicherten Demokratie-Infrastruktur. Eine konkrete zusätzliche Förderzusage an die Amadeu Antonio Stiftung gab es bei der Petitionsübergabe zwar nicht. Doch die politische Botschaft ist eindeutig: Die Bundesregierung soll sich stärker für die Finanzierung jener Initiativen einsetzen, die von der Stiftung unterstützt werden.