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# EXKLUSIV: CDU-Geheimplan – So soll Ulrich Siegmunds Wahlsieg gestohlen werden
- URL: https://www.volksmut.de/exklusiv-cdu-geheimplan-so-soll-ulrich-siegmunds-wahlsieg-gestohlen-werden/
- Published: 2026-08-28T04:57:36.000Z
- Updated: 2026-08-28T04:57:36.000Z
- Description: Nach Informationen von VOLKSMUT soll Sven Schulze auch nach einem historischen AfD-Sieg Ministerpräsident bleiben – notfalls mit Stimmen der Linken.
- Author: David Brough
- Tags: MACHT

Die CDU weiß, dass sie die Wahl in Sachsen-Anhalt verlieren könnte. Nicht knapp. Nicht ehrenvoll. Vernichtend. In der letzten Infratest-dimap-Umfrage vor dem 6\. September liegt die AfD bei 42 Prozent, die CDU bei 22\. Zwanzig Punkte Abstand. Ein historischer Tiefstand für die Partei, die das Land seit 2002 regiert.

Was macht eine Partei, die zwanzig Punkte zurückliegt? In einer normalen Demokratie würde sie versuchen, die Wähler zurückzugewinnen. Die CDU scheint eine andere Frage zu beschäftigen: Wie kann sie verlieren – und trotzdem an der Macht bleiben?

Nach Informationen von VOLKSMUT gibt es dafür einen Plan. Zwei voneinander unabhängige Quellen aus unterschiedlichen CDU-Landesverbänden schildern denselben Vorgang: Ulrich Siegmund soll auch nach einem historischen AfD-Sieg nicht Ministerpräsident werden. Sven Schulze soll stattdessen mithilfe der Linken im Amt bleiben. Und Juristen im Umfeld der Partei sollen prüfen, wie sich der Unvereinbarkeitsbeschluss so auslegen lässt, dass Stimmen der Linken angenommen werden können, während jede Verständigung mit der AfD ausgeschlossen bleibt.

Ein schriftliches Papier mit der Überschrift „Geheimplan“ liegt nicht vor. Nötig ist es auch nicht. Die Beteiligten haben die einzelnen Bestandteile inzwischen öffentlich erklärt.

## Nach rechts Beton. Nach links eine Tür

![](https://storage.ghost.io/c/68/9e/689eae0c-2a3a-4819-baa1-ea9828721197/content/images/2026/08/Bild-26.08.26-um-21.16.png)

**Sven Schulze in der MDR-Wahlarena, 26\. August 2026.*

Der Unvereinbarkeitsbeschluss stammt vom Hamburger Bundesparteitag am 8\. Dezember 2018\. Sein Wortlaut ist eindeutig:

> „Die CDU Deutschlands lehnt Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit sowohl mit der Linkspartei als auch mit der Alternative für Deutschland ab.“

Beide Parteien. Derselbe Satz. Derselbe Beschluss. Damals konnte sich die CDU als Partei der Mitte darstellen, die sich von beiden Rändern gleichermaßen abgrenzt. Jetzt könnte genau dieser Satz verhindern, dass sie trotz Niederlage den Ministerpräsidenten stellt.

Weshalb braucht man dafür Juristen? Weil die CDU ihren Mitgliedern und Wählern seit Jahren verspricht, weder mit der AfD noch mit der Linken zusammenzuarbeiten. Dieses Versprechen steht dem Machterhalt im Weg. Also soll offenbar nicht die Politik dem Versprechen angepasst werden. Das Versprechen soll der Macht angepasst werden.

Was genau ist Zusammenarbeit? Eine Koalition? Sicher. Gemeinsame Minister? Vermutlich. Eine schriftliche Duldung? Wahrscheinlich auch. Aber linke Stimmen bei der geheimen Wahl des Ministerpräsidenten? Da wird es für die CDU philosophisch. Die Stimmen sollen die Macht verschaffen, aber nicht als Hilfe gelten. Der Beschluss soll auf dem Papier stehen bleiben, während sein politischer Inhalt verschwindet.

Das ist keine Brandmauer mehr. Es ist eine Theaterkulisse.

## Die Hintertür bei Markus Lanz

Thorsten Frei, Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag, wurde am 25\. August 2026 bei Markus Lanz gefragt, ob Sven Schulze sich mit Stimmen der Linken zum Ministerpräsidenten wählen lassen könnte. Eine einfache Frage. Die Antwort hätte aus einem Wort bestehen können: Nein.

Frei sagte etwas anderes:

> „Also das ist ja noch mal eine ganz andere Frage. Ein Kandidat von uns wird ja nicht dadurch zu einem schlechten Kandidaten, weil er die Zustimmung von einer falschen Partei bekommt.“

Die Süddeutsche Zeitung schrieb danach, Frei habe sich derart in Umdeutungen des Wortes „Zusammenarbeit“ verloren, dass nur ein Schluss bleibe: Ja, die CDU werde den Schulterschluss mit der Linken suchen.

Frei beantwortet eine moralische Frage, die ihm niemand gestellt hat, um der politischen Frage auszuweichen, die jeder verstanden hat. Niemand wollte wissen, ob Schulze durch Linken-Stimmen einen schlechteren Charakter bekommt. Die Frage war, ob die CDU Stimmen einer Partei annimmt, mit der sie angeblich niemals zusammenarbeiten will.

Die CDU braucht keine Koalition mit der Linken. Sie braucht keine linken Minister, keinen Vertrag und kein Gruppenfoto vor der Staatskanzlei. Sie braucht die Linke nur für wenige Sekunden: während der geheimen Wahl des Ministerpräsidenten. Danach kann sie erklären, die Stimmen seien unbestellt gekommen.

Politik ist kein Wetter. Fraktionen stimmen nicht zufällig geschlossen für den Kandidaten einer anderen Partei. Solche Mehrheiten entstehen durch Gespräche, Signale und ein gemeinsames Interesse. Das Interesse ist kein Geheimnis: Ulrich Siegmund soll verhindert werden.

## Die Verzögerung ist der zweite Hebel

Schon am 7\. Juli 2026 hatte Sven Schulze bei Markus Lanz erklärt, wie Zeit gewonnen werden könnte. Wieder eine einfache Frage: Würde er sich mit Stimmen der Linken oder der AfD wählen lassen? Wieder kam kein klares Nein. Stattdessen dieser Satz:

> „Wenn es keine Mehrheit aus der Mitte heraus gibt, dann wird es wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum erst mal keine Wahl des Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt geben.“

Das ist der zweite Hebel. Solange kein neuer Ministerpräsident gewählt ist, bleibt die bisherige Regierung geschäftsführend im Amt. Die Bürger hätten gewählt. Die CDU hätte verloren. Schulze bliebe.

Verfassungsrechtlich ist das möglich – und zugleich heikel. Artikel 65 der Landesverfassung verpflichtet den Landtag, einen Ministerpräsidenten zu wählen. Eine erfolgreiche Wahl muss nicht sofort gelingen. Gar keinen Wahlversuch zu unternehmen, hält der Staatsrechtler Sebastian Roßner für unzulässig. Die geschäftsführende Regierung darf weitermachen, kann aber keine neuen Minister ernennen. Ihre Legitimation stammt dann von einem Landtag, der nicht mehr existiert.

Am 26\. August, in der MDR-Wahlarena, blieb Schulze erneut vage. „Ich werde mich niemals von irgendjemandem abhängig machen“, sagte er – und schob die Entscheidung hinter den Wahltag. Erst wählen, dann schauen. Das klingt staatstragend. Es bedeutet meistens, dass hinter verschlossenen Türen eine Mehrheit organisiert wird, die vor der Wahl niemand offen versprechen wollte.

## Die Linke hat ihr Angebot bereits gemacht

Die benötigten Stimmen stehen bereit. Linken-Chef Luigi Pantisano hat im ZDF-Sommerinterview öffentlich nicht ausgeschlossen, Sven Schulze zum Ministerpräsidenten zu wählen, um eine Regierung unter Ulrich Siegmund zu verhindern.

> „Es geht darum, zu verhindern, dass eine rechtsextreme Partei an die Macht kommt.“

Die Linke macht aus ihrem Motiv kein Geheimnis. Sie will die AfD verhindern – und ist dafür bereit, den CDU-Kandidaten im Amt zu halten. Das Muster ist vollständig: Schulze stellt eine Verzögerung in Aussicht. Die Linke bietet ihre Stimmen an. Frei liefert die sprachliche Rechtfertigung. Und nach Angaben unserer Quellen wird intern an einer Auslegung gearbeitet, die das alles mit dem eigenen Beschluss vereinbar machen soll.

## Die Mathematik, über die niemand gerne spricht

Die letzte ARD-Umfrage vom 26\. August (Infratest dimap, 1.511 Befragte) ergibt grob diese Verhältnisse: AfD 42, CDU 22, Linke 11, SPD 8, Grüne 6\. BSW und FDP liegen unter fünf Prozent.

CDU, SPD und Grüne kämen zusammen auf 36 Prozent. Das reicht nicht. Erst mit der Linken entsteht eine Mehrheit gegen die AfD. Genau deshalb ist die Linke der entscheidende Hebel – nicht als Koalitionspartner am Kabinettstisch, sondern als Stimmreserve bei der Ministerpräsidentenwahl.

Zwei weitere Zahlen aus derselben Umfrage machen das Manöver noch brisanter:

Eine von der Linken unterstützte CDU-Regierung bewerten **59 Prozent** der Sachsen-Anhalter als schlecht oder weniger gut. Nur **32 Prozent** finden sie gut oder sehr gut. Selbst die CDU-Anhänger sind gespalten: je 47 Prozent dafür und dagegen.

Bei der Frage, welche Partei die Landesregierung führen soll, liegen AfD und CDU fast gleichauf: 42 zu 41 Prozent. Bei einer hypothetischen Direktwahl des Ministerpräsidenten liegt Schulze mit 41 zu 39 Prozent sogar knapp vor Siegmund. Die Bürger unterscheiden also zwischen Person und Partei. Die CDU könnte trotzdem ein Regierungsmodell bilden, das eine deutliche Mehrheit ablehnt – und das unter dem Etikett „Schutz der Demokratie“ verkaufen.

## Stellen Sie sich das Umgekehrte vor

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Photo by [Christian Lue](https://unsplash.com/@christianlue?ref=volksmut.de) / [Unsplash](https://unsplash.com/?utm%5Fsource=ghost&utm%5Fmedium=referral&utm%5Fcampaign=api-credit)

Der Ministerpräsident wird nicht direkt vom Volk gewählt. Das stimmt. Die stärkste Partei hat keinen automatischen Regierungsanspruch. Auch das stimmt.

Aber stellen Sie sich die Verhältnisse umgekehrt vor. Die CDU gewinnt mit 42 Prozent. Die AfD liegt bei 22\. Anschließend lässt sich ein AfD-Kandidat mithilfe der Linken zum Ministerpräsidenten wählen. Dieselben Kommentatoren würden dann nicht die Feinheiten des parlamentarischen Systems erklären. Sie würden von einem Dammbruch sprechen.

Genau das ist 2020 in Thüringen passiert – nur mit umgekehrten Vorzeichen. Als Thomas Kemmerich mit Stimmen der AfD Ministerpräsident wurde, sprach die damalige CDU-Vorsitzende von einem „schlechten Tag für die Demokratie“. 2020 bekräftigte das CDU-Präsidium sogar: „Es gibt keine Zusammenarbeit mit der AfD – weder in direkter, noch in indirekter Form.“

Wenn aber die CDU mithilfe der Linken einen AfD-Wahlsieger ausschließt, soll das plötzlich nur ganz normale parlamentarische Mathematik sein.

Ist das legal? Wahrscheinlich ja. Niemand behauptet, Stimmen würden falsch ausgezählt. Legalität ist jedoch nicht dasselbe wie politische Redlichkeit. Wenn eine Partei mit 42 Prozent gewinnt und eine Partei mit 22 Prozent mithilfe einer Partei mit elf Prozent weiterregiert, kann man das Mehrheit nennen. Oder man nennt es bei seinem wirklichen Namen: Die Verlierer organisieren sich so lange gegenseitig, bis der Sieger keine Rolle mehr spielt.

Deshalb sprechen wir von **politischem Wahlraub**. Nicht, weil die Auszählung manipuliert wird. Sondern weil die erkennbare Entscheidung der Wähler nach der Auszählung neutralisiert werden soll.

## Drei Sätze, die den Verdacht sofort ausräumen würden

Sven Schulze könnte die Sache beenden. Er müsste nur sagen:

1. Ich werde eine zeitnahe Ministerpräsidentenwahl ermöglichen.
2. Ich werde das Amt nicht mit Stimmen der Linken annehmen.
3. Der Unvereinbarkeitsbeschluss gilt nach der Wahl genauso wie davor.

Drei klare Sätze. Bis heute hören wir Formeln, Ausweichbewegungen und semantische Hintertüren.

Vielleicht liegt das daran, dass die CDU die Antworten kennt. Sie weiß, dass sie verlieren könnte. Sie weiß, dass die Linke bereitsteht. Und sie weiß, dass ihre eigene Brandmauer dem Machterhalt im Weg steht.

Deshalb wird offenbar nicht der Kurs geändert. Es wird an der Bedeutung der Wörter gearbeitet. Zusammenarbeit soll keine Zusammenarbeit mehr sein. Eine Wahlniederlage soll kein Machtverlust mehr sein. Ein Wahlsieg soll keinen Anspruch auf politischen Einfluss mehr begründen.

Die AfD darf gewinnen. Sie darf nur nicht regieren.  
  
Die CDU darf verlieren. Sie muss nur nicht gehen.

Wahl verloren. Macht behalten.