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# Die Angst vor der Roten Front: Tausende Polizisten mobilisiert
- URL: https://www.volksmut.de/die-angst-vor-der-roten-front-tausende-polizisten-mobilisiert/
- Published: 2026-10-31T05:17:27.000Z
- Updated: 2026-10-31T05:17:27.000Z
- Author: VOLKSMUT REDAKTION
- Tags: KULTURKAMPF, #dropcap

**Freies Wochenende gestrichen, Bundespolizei in Amtshilfe, Wasserwerfer stehen bereit: Nach Warnungen vor linksextremer Unterwanderung eines bundesweiten Protesttages rüsten die Sicherheitsbehörden auf. Allein in Berlin werden rund 1500 zusätzliche Polizisten eingesetzt.**

Deutschland stellt sich auf einen Samstag mit außergewöhnlich hohem Polizeiaufgebot ein. Für den heutigen 31\. Oktober sind unter dem Motto „Gen Z regelt“ Demonstrationen in 34 Städten angekündigt. Die Veranstalter rechnen nach eigenen Angaben mit mehr als 160.000 Teilnehmern. Doch die Sicherheitsbehörden beschäftigen sich längst nicht nur mit den angekündigten Protesten für bessere Bildung und niedrigere Lebenshaltungskosten. Im Fokus stehen auch Warnungen vor gewaltbereiten Extremisten, die den Protest für eigene Zwecke nutzen könnten.

Besonders deutlich wurde Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU). „Wir sehen, dass es da Aufrufe auch besonders aus der linksradikalen Szene gibt“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Der Tag werde zum Anlass genommen, „um Dinge gezielt aus dem Ruder laufen zu lassen“. Redmann sieht darin den Versuch, „französische Verhältnisse nach Deutschland zu holen“. Hintergrund sind die schweren Ausschreitungen bei Jugendprotesten in Frankreich, bei denen Geschäfte geplündert, Fahrzeuge angezündet und Polizisten angegriffen wurden.

Auch Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) warnt vor einer Eskalation. Besonders die zeitliche Überschneidung mit Halloween bereitet ihm Sorgen. „Eine Vermummung hat bei Demonstrationen nichts zu suchen. Sie ist grundsätzlich auch untersagt“, erklärte Poseck gegenüber „Welt TV“. Seine Botschaft: „Halloween ist das eine, die Demonstration ist das andere.“ Poseck kündigte ein starkes Polizeiaufgebot an und stellte klar: „Französische Verhältnisse darf es auf unseren Straßen nicht geben.“

**Polizisten werden aus dem freien Wochenende geholt.** Jochen Kopelke, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), bestätigte gegenüber Euronews, dass bundesweit Tausende Beamte am Wochenende im Dienst seien. Darüber hinaus seien „zusätzliche Polizisten und Polizistinnen aus dem freien Wochenende in den Dienst versetzt“ worden. Kopelke warnt davor, dass gewaltbereite Extremisten friedliche Proteste unterwandern könnten. Dazu zählten Linksextremisten, aber auch gewaltbereite junge Männer, Krawalltouristen aus anderen europäischen Ländern und Influencer, die mit Eskalation Aufmerksamkeit suchten.

**Berlin rüstet sich für den Ernstfall.** Rund 1500 Polizistinnen und Polizisten sollen allein in der Hauptstadt im Einsatz sein. Darunter befinden sich auch Kräfte der Bundespolizei und anderer Bundesländer. Wasserwerfer stehen bereit. Mehrere Geschäfte am Kurfürstendamm haben ihre Schaufenster bereits mit Spanplatten gesichert. Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sagte: „Sobald es zu Gewaltexzessen kommen wird, dann hat die Polizei meine volle Unterstützung, mit allen Mitteln diese Sachen zu verhindern.“ Auch Brandenburg hat Unterstützung für die Berliner Polizei angeboten. Die Bundespolizei kann die Länderpolizeien zudem im Rahmen der Amtshilfe unterstützen.

Das Bundesinnenministerium bestätigte bereits, dass Bund und Länder ihre Gefährdungsbewertungen laufend abstimmen. Auch der Verfassungsschutz beobachtet einschlägige Internetseiten und Social-Media-Kanäle verstärkt. Die Berliner Polizei erklärte allerdings, ihr lägen bislang keine Hinweise auf eine Mobilisierung zu schwerer Gewalt vor. Auch konkrete Plünderungspläne seien nicht bekannt. Die Polizei rechnet bei der zentralen Kundgebung am Brandenburger Tor mit 10.000 Teilnehmern und sieht dort zunächst wenig Konfliktpotenzial.

Die Veranstalter selbst distanzieren sich von Gewalt und betonen, friedlich demonstrieren zu wollen. Ob es tatsächlich zu Ausschreitungen kommt, ist am Samstagmorgen noch offen. Fest steht jedoch: Die Polizei hat sich auf einen langen Einsatztag eingestellt. Die Einsatzkräfte sollen in Berlin bis tief in die Nacht präsent bleiben. Für die Sicherheitsbehörden geht es darum, friedlichen Protest zu ermöglichen und zugleich zu verhindern, dass gewaltbereite Extremisten die Demonstrationen für ihre Zwecke missbrauchen.