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# 66,80 Euro: Deutschlandticket wird teurer – Grüne Verkehrswende kostet Pendler immer mehr
- URL: https://www.volksmut.de/66-80-euro-deutschlandticket-wird-teurer-grune-verkehrswende-kostet-pendler-immer-mehr/
- Published: 2026-11-05T11:32:24.000Z
- Updated: 2026-11-05T11:32:24.000Z
- Author: VOLKSMUT REDAKTION
- Tags: KAPITAL, #dropcap

**Ab Januar 2027 steigt der Preis auf 66,80 Euro. Auch Berlin und Brandenburg drehen an der Preisschraube. Für Millionen Fahrgäste wird Bus- und Bahnfahren erneut teurer.**

Die nächste Preiserhöhung steht fest: Wer mit dem Deutschlandticket unterwegs ist, muss ab dem 1\. Januar 2027 tiefer in die Tasche greifen. Statt bisher 63 Euro werden künftig 66,80 Euro pro Monat fällig. Das sind 3,80 Euro mehr – und bereits die dritte Preiserhöhung seit Einführung des Tickets im Mai 2023\. Damals kostete das bundesweit gültige Nahverkehrsticket noch 49 Euro.

Doch nicht nur das Deutschlandticket wird teurer. Auch im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) steigen zum Jahreswechsel zahlreiche Fahrpreise. Die Tarife werden durchschnittlich um 3,72 Prozent angepasst. Damit trifft die nächste Preisrunde gerade jene Menschen, die regelmäßig auf Busse und Bahnen angewiesen sind.

Einzelfahrscheine bleiben zwar teilweise verschont, doch andere Angebote werden spürbar teurer. Die Vier-Fahrten-Karte für Berlin AB kostet künftig 13,20 statt 12,40 Euro. Der Einzelfahrschein für Berlin ABC steigt von fünf auf 5,20 Euro. Wer das gesamte VBB-Netz mit einer Tageskarte nutzen möchte, zahlt künftig 29,60 statt 28,50 Euro.

Die Begründung der Verkehrsunternehmen ist bekannt: höhere Personal-, Energie- und Betriebskosten sowie notwendige Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur. Der VBB verweist auf die schwierige Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs. Allein mit Fahrgeldeinnahmen lasse sich das bestehende Angebot nicht finanzieren. Ein erheblicher Teil müsse weiterhin durch Bund und Länder getragen werden.

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung beim Deutschlandticket. Erstmals wird dessen Preis anhand eines eigens beschlossenen Kostenindexes festgelegt. Künftig sollen damit unter anderem Personal-, Energie- und allgemeine Kosten in die Preisberechnung einfließen. Die jährliche Preisanpassung folgt damit einem festen Verfahren. Für die Fahrgäste bedeutet das allerdings auch: Die nächste Preisrunde ist kein überraschendes politisches Ereignis mehr, sondern Bestandteil eines neuen Systems.

Die Verkehrspolitik steht damit vor einem Widerspruch: Einerseits soll Deutschland möglichst viele Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegen. Andererseits wird die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs immer kostspieliger. Gerade Pendler, Familien und Menschen mit kleinen Einkommen spüren jede zusätzliche Belastung. Eine Verkehrswende, die vor allem mit steigenden Preisen verbunden wird, dürfte jedenfalls nicht jeden überzeugen.